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Programmheft Köthen 2015

 

Übersichtsplan Schloss Köthen

 

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Kongress-Newsletter

Dezember 2014

  

1. Kongress-NL

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Markus Herrmann

Konzeption eines Professionskollegs

„Forschungsmethoden für die homöopathische Praxis“?

Angesichts des breiten Einsatzes der Homöopathie (weltweit ca. 350.000 Ärzte, in Deutschland ca. 7.000 ärztliche Homöopathen, 57% der deutschen Bevölkerung Erfahrungen mit homöopathischen Arzneimitteln) ist das Spannungsverhältnis zwischen Erfahrung („art“) und Wissenschaft („science“) derzeit noch wenig reflektiert. Ein erstaunliches Defizit vor dem Hintergrund verbreiteter Ablehnung durch die naturwissenschaftlich geprägte Medizin! Inwieweit wäre ein kritischer akademischen Dialog mit modernen Wissenschaftskonzepten führbar, der eine längst überfällige akademischen Professionalisierung homöopathischer Tätigkeit in der Forschung, Qualitätsförderung und Lehre beflügelt?

  

Im September 2013 hatte WissHom zusammen mit dem Institut für Allgemeinmedizin und dem Zentrum für Sozialweltforschung und Methodenentwicklung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zu einer Tagung eingeladen. Experten aus dem Feld der Homöopathie, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, Berufspädagogik und Medizin haben die Ziele, Rahmenbedingungen und Formate für eine solche Professionsentwicklung diskutiert. Ein Konzept für ein Professionskolleg „Forschungsmethoden für die homöopathische Praxis“ wurde erarbeitet und der Homöopathie-Stiftung des DZVhÄ zur Begutachtung vorgelegt. Mit einer Machbarkeitsstudie betraut liegen nun die Ergebnisse einer über das Bundesgebiet hinausreichende Befragung homöopathischer Ärzte vor.

  

Von 435 zeigten sich 39 (9%) sehr interessiert an einem Professionskolleg, 170 (39%) sind offen dafür und 148 (34%) noch unentschlossen. 73 (17%) lehnten das Professionskolleg als nicht sinnvoll ab. 60% der Interessierten sind Frauen. Das Potential liegt in der  Altersgruppe zwischen 41 und 60 Jahren. Interessierte kommen vor allem aus Süddeutschland, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Niedersachsen und Berlin, vor allem aus Kleinstädten.

  

Konzeption des Professionskollegs sowie Methodik und Ergebnisse der Machbarkeitsstudie sollen einer breiteren Fachöffentlichkeit vorgestellt und diskutiert werden.

  

Prof. Dr. med. Markus Hermann MPH M.A.

Institut für Allgemeinmedizin (IALM)Markus Herrmann

Medizinische Fakultät

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Leipziger Str. 44

39120 Magdeburg

Telefon: 0391-67 21009

Fax 0391–67 21010

E-Mail: markus.herrmann@med.ovgu.de

Internet: www.med.uni-magdeburg.de/ialm.html

 

Berufliche Tätigkeit

  • 1989 – 1995 Facharztausbildung Allgemeinmedizin in Berlin in verschiedenen Kliniken und Praxen (Allgemeinmedizin, Chirurgie, Innere Medizin, Psychosomatik, Psychiatrie)
  • 1996 – 1998 Hochschulassistent (C1) Medizinische Soziologie, Uni-Freiburg
  • Seit 1999 Kassenärztliche Praxis für Allgemeinmedizin in Berlin; Integrierte Versorgung Homöopathie; seit 2011 tätig in Praxisgemeinschaft mit Angelika Gutge-Wickert, Nassauische Straße 2, 10717 Berlin
  • 1999 – 2005 Wissenschaftlicher Assistent, Abt. Allgemeinmedizin, Charité, Berlin
  • Seit 2005 Professur (W3) und Direktor Institut für Allgemeinmedizin, Uni-Magdeburg
  • 2011 Gastprofessur im Rahmen eines Forschungsaustauschs mit FIOCRUZ, Escola Nacional de Saúde Pública / Fundação Oswaldo Cruz, Rio de Janeiro, und DAAD

Wissenschaftliche Schwerpunkte

Arzt-Patienten-Kommunikation, Professionsentwicklung, Leitlinienentwicklung, Medizinsoziologie und hausärztlicher Versorgungsforschung. Es liegen vielfältige Erfahrungen vor in der Planung und Durchführung von Befragungen von Hausärzten mit verschiedenen qualitativen und quantitativen Forschungsdesigns (Kompetenznetz Schlaganfall, Sucht und Migration, Somatoforme Störungen, Hausärztliche Versorgung chronisch Kranker, Polypharmazie, neurowissenschaftliche Translationsforschung, Professionsforschung Homöopathie). Gutachtertätigkeit für verschiedene nationale und internationale Journale sowie Projektbegutachtung (BMBF, DLR).

 

Aus- und Weiterbildung

Facharzt für Allgemeinmedizin, ärztliche Zusatzweiterbildung in Psychotherapie, Psychoanalyse, Suchtmedizin und klassische Homöopathie, Diplom Homöopathie des DZVhÄ

 

Akademische Qualifikation

Studium der Humanmedizin, Soziologie (MA) in Mainz und Marburg, Gesundheitswissenschaften/Public Health (MPH) an der TU-Berlin, Promotion Dr med. (magna cum laude); 2005 Berufung Professor für Allgemeinmedizin (W3)

 

Akademische Mitgliedschaften

  • DZVhÄ, WissHom
  • EURACT - European Academy of Teachers in General Practice
  • Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP)
  • Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin(DEGAM)
  • Gesellschaft der Hochschullehrer für Allgemeinmedizin e. V. (GHA)
  • Deutsches Kollegium für Psychosomatik (DKPM)
  • Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft (DPG)

 

 

 

 

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