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Programmheft Köthen 2015

 

Übersichtsplan Schloss Köthen

 

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Kongress-Newsletter

Dezember 2014

  

1. Kongress-NL

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Florian Mildenberger

Geschichte der Posologie in der Homöopathie

Deutschland und USA im Vergleich (1850-1970)

Die Frage nach der richtigen Potenzwahl spielt bis heute in der Homöopathie eine wichtige Rolle, auch wenn die Zeit der großen Debatten um 1960 zu Ende gegangen ist.

 

Fragestellung:

Die Entwicklung dieser Debatten, ihre Abhängigkeit vom politischen und gesellschaftlichen Zeitkontext sowie die Rückbezüge auf die Schulmedizin wurden bislang nur kursorisch erforscht. Diese Problematik wurde im Rahmen eines vom Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung initiierten Forschungsprojekt 2013 angegangen.

 

Methoden:

Durch Auswertung wissenschaftshistorischen Zeitschriften, Büchern zur Geschichte der Homöopathie und den am Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung (IGM) edierten Krankenjournalen Hahnemanns und vor allem historischer homöopathischer Zeitschriften und Lehrbücher lässt sich jedoch die Geschichte der Debatten rekonstruieren.

Im Rahmen des Vortrages werde ich die Diskurslinien seit den Tagen Samuel Hahnemanns (1755-1843) rekonstruieren und aufzeigen, unter welchen Umständen sich homöopathische Ärzte und Laienheilpraktiker für Hoch- oder Tiefpotenzen entschieden. Auch die Phase der Prägung des Begriffs „Hochpotenz“ wird vorgestellt. Außerdem werde ich die entscheidenden Wendepunkte der Debatten benennen und die jeweiligen Protagonisten mit ihren Weltbildern präsentieren.

 

Ergebnis

Im Ergebnis lässt sich festhalten, dass der Drang zur hohen Potenz und niederen Dosierung in den USA früh einsetzte und ab den 1890er Jahren dominierte, während in Deutschland sich die Diskussionen erst nach 1945 endgültig in Richtung Hochpotenz entwickelten.

 

Diskussion

Es wäre zu diskutieren, ob sich dieser Trend möglicherweise wieder umkehren könnte, wenn das Interesse von Ärzten an der Homöopathie weiter zunimmt.

   

Prof. Dr. phil. Florian G. Mildenberger

Florian Mildenberger

Europa Universität Viadrina

Frankfurt/Oder

  • Geboren 1973 in München
  • 1994-1998 Studium der Neueren Geschichte, Geschichte Osteuropas und Politikwissenschaften in München, London und Berlin
  • 1998 M.A.
  • 2000 Promotion zum Dr.phil.
  • 2002-2006 Mitarbeiter am Institut für Geschichte der Medizin der Universität München
  • 2006 Habilitation in Geschichte der Medizin
  • 2008-2009 Fachreferent an der Staatsbibliothek zu Berlin
  • Seit 2011 apl. Professor für Geschichte der Medizin an der Europa Universität Viadrina in Frankfurt/Oder

Forschungsschwerpunkte:

Medikale und soziale Subkulturen im 19./20. Jahrhundert.

 

 

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